Flyer der Belegstelle “Greifeswalder Oie” als PDF-Download

Greifswalder Oie vor der Ost-Küste Rügens mit 8km Schutzradius


Beschreibung der Belegstelle Greifswalder Oie [oie]

Die Greifswalder Oie ist eine kleine Insel in der Ostsee, etwa 10 km östlich der Küste von Rügen / Usedom gelegen. Die Oie hat eine Fläche von rund 54 ha, steht unter Naturschutz und kann nur als Tagestourist betreten werden – ansonsten herrscht dort himmlische Ruhe und Vogelgeschrei. Durch die exponierte Lage in der Ostsee braucht es im Frühjahr etwas länger für den Frühling, dafür ist es dort im Sommer trocken, regenarm und warm.

Zentral auf der Insel gelegen, im Schutz eines Waldes, haben wir die Möglichkeit unsere Drohnenvölker windgeschützt aufzustellen. Die Aufstellung der Begattungseinheiten kann dann sehr großflächig in den umliegenden Wiesen entlang des Waldes im Wildwuchs erfolgen, so dass die Königinnen gute Orientierungspunkte haben und der Verflug gering ist. Ideal für unsere Zuchtarbeit.

Der BNO organisiert und betreut seit 2003 die Inselbelegstelle Greifswalder Oie für die Buckfast-Zucht. Die Belegstelle Greifswalder Oie steht allen Mitgliedern der Gemeinschaft, im Rahmen der Zuchtrichtlinien der GdeB, für die züchterische Arbeit offen. Die Belegstelle gilt seit Jahren für zahlreiche europäische Züchter als eine der sichersten Belegstelle Deutschlands. Für 2024 planen wir 2 Durchgänge mit 2 verschiedenen Drohnenlinien.


Drohnenlinien [oie]

1. Durchgang B4655(CZ)21

Die B4655(CZ)21 ist eine typische Buckfast-Königin. Sie ist eine von >100 Töchtern der B156(ND)19, die wir als LBMV (heute BNO) im Jahr 2021 für die Drohnenlinie Oie 2022 gezogen hatten. Angepaart haben wir diese Geschwister-Königinnen auf verschiedenen Belegstellen. Besonders hervorgetan hat sich die Gruppe an Königinnen mit der Anpaarung M97(DSU)19 – Oie 2021.

Die Anpaarung B156xM97 zeichnet sich durch große, starke, gesunde und vitale Völker aus. Das Brutnest wird zeitig im Frühjahr gestartet und zügig vergrößert, Waben flächig bebrütet. Nach der Frühjahresentwicklung bedürfen diese Völker nur noch wenig Aufmerksamkeit. Neu gegebene Mittelwände werden konsequent, gleichmäßig ausgebaut und rasch, homogen bestiftet (Bild: neu ausgebaute Brutwabe, Frühjahr 2022).

Die Völker gehen im Herbst zeitig mit einer großen Bienentraube aus der Brut, verbrauchen Nov-Jan wenig Futter um dann 2. Hälfte Januar mit einem starken Bruteinschlag zu starten (bezogen auf das norddeutsche Winterwetter). Hier heißt es dann Ende März / Anfang April wachsam zu sein und ein Auge auf die Futtervorräte zu haben.

Der HYG-Test mit Nadelstempel zeigt bei 2 Tests (Frühjahr/Sommer) nach 6-8h eine Ausräumrate von >90%. Die Schwesterngruppe weist eine starke Varroasensitivität auf – wir haben nach CO2-Test nur noch einen kleinen Teil der Gruppe im späten Herbst einmal behandelt.

Diese Drohnenlinie B4655(CZ)211 = B156(ND)19 x M97(DSU)19 ist sehr gut geeignet um die Eigenschaften der bereits in den vergangenen Jahren auf der Oie angepaarten
Königinnen in Richtung SMR zu festigen. Aber auch die sonstigen „Buckfast-“Eigenschaften lassen sich gut verstärken.

B4655(CZ)21 = .21 – B156(ND)19 oie M97(DSU)19 [20 dr.c.] :
                        .19 – B115(ND)17 lgn S25(HGS)17 [16 dr.c.] :
                        .17 – S9(HB)15 bal B106(IC)15 [some dr.c.] :
                        .15 – imq.S108(ND)13 ins S72(CHP)13 [some dr.c.] :
                        .13 – S42(MM)11 mrk B129(TR)10 [24 dr.c.] :
                        .11 – S6(MM)10 aml B121(AM)06 [16 dr.c.] :
Weitere Informationen zu Abstammung und Bewertung siehe pedigree.gdeb.eu


B4655(CZ)21

2. Durchgang B9(ME)21

Als junger Züchter hat sich Mathias Engel schon sehr früh intensivst mit der instrumentellen Besamung beschäftigt und konnte somit bereits seit vielen Jahre unabhängig von Belegstellen züchterisch kombinieren. Sein Spezialgebiet sind hierbei Besamungen mit nur wenigen Drohnen (mdi = multi drone insermination) bis hin zu Ein-Drohnen-Besamungen (sdi = single drone insermination). Hierdurch konnte Matthias sehr konsequent Eigenschaften einkreuzen, Effekte schnell erkennen und durch Selektion Zuchtfortschritt erreichen.

B9(ME)21 gehört der Buckfast-Linie „Sinop62R“ an und wurde die letzten 4 Generationen von mir mit in meinem Betrieb selektierten Drohnenlinien instrumentell besamt. 1962 von Bruder Adam importiert und seitdem zunächst von ihm, ab 1991 von weiteren Züchtern ausgelesen, handelt es sich natürlich seit langem um eine fertige Buckfastlinie, die mit „Sinop“ nichts mehr zu tun hat – für mich ist eine solche Bezeichnung aber wie ein Familien- oder Nachname und die Kistennummer ist der Vorname. So macht für mich auch ein Pedigree Sinn, wo am Ende die hineingeflossenen Familiennamen ersichtlich sein sollten.


B9(ME)21 (c) Matthias Engel

Ich bekam diese Linie 2012 von Ivan Curic und habe sie seither intensiv in meiner Bienenpopulation benutzt – mittels Besamung auch drohnenseitig. Durch ihren verlässlichen Komplex von guten Eigenschaften hat sie sich insbesondere dazu immer wieder gut bewährt.

B9(ME)21 zeigt von den geforderten Buckfasteigenschaften besonders intensiv: eine gute Brutnestanlage, wenig Wirrbau, Einsatzfähigkeit in Früh- und Sommertracht verursacht durch feste Winterruhe, starkes Auswintern und Belastbarkeit während der Saison. Nach Behandlung zu fortgeschrittener Zeit zeigt die Linie seit Generationen eine auffällig zügige Fähigkeit zur Regeneration. Durch das mehrmalige Einkreuzen von VSH-Linien konnte bei B9 die Varroaanfälligkeit deutlich gesenkt werden, ohne dass die übrigen Eigenschaften darunter Schaden nahmen.

So denke ich eine gute Wahl getroffen zu haben und wünsche Euren Königinnen gutes Paarungswetter auf der Oie in 2024.

Barth, im Dezember 2023
Matthias Engel

B9(ME)21 =      .21 – B117(ME)19 ins B125(ME)18 [some dr.c.] :
                        .19 – B26(ME)18 ins B60(ME)18sdi [2 dr.c.] :
                        .18 – B133(ME)16 ins B50(ME)17sdi [2 dr.c.] :
                        .16 – B100(ME)14 ins GR11(ME)14 [1 dr.c.] :
                        .14 – B62(ME)12 lthl B200(BB)11 [32 dr.c.] :
                        .12 – B270(IC)10 bal B72(TR)10 [24 dr.c.] :
Weitere Informationen zu Abstammung und Bewertung siehe pedigree.gdeb.eu


B9(ME)21


Beschickungstermine [oie]

  1. Durchgang  B4655(CZ)21 Di 25.06. / Di 09.07. – fast ausgebucht
    Diese Drohnenlinie empfehlen wir für die Linien- und VSB-Zuchten denjenigen Belegstellenbesuchern, die in den Vorjahren schon auf unserer Belegstelle waren und ihre Königinnen mit der M97(DSU) oder aber der B156(ND)19 begatten lassen hatten.
  2. Durchgang  B9(ME)21 Di 09.07. / Di 23.07.

Aufgrund der Witterung kann es kurzfristig zu Terminverschiebungen kommen. Bitte hinterlegt daher bei der Anmeldung unbedingt eure Email und eine Handy-Nr. – Danke.


Rückfahrt mit Drohnenvölkern und begattungseinheiten (c) Carsten Ziegs


Bedingungen [oie]

Begattungs-Einheiten:
Kleine Mehrwabenkästen im Format wie Apidea, Kieler oder Segeberger Begattungskästen, MiniPlus-Beuten mit 1 oder 2 Königinnen sind willkommen.
Generell ist auf ausreichend Futter zu achten, denn es gibt nur wenig Tracht auf der Oie. Nur Futterteig – Flüssigfutter ist nicht zulässig!.
Drohnenfreiheit der Begattungseinheiten ist Voraussetzung, kann vom Belegstellenwart kontrolliert werden.
Drohnen-Absperrgitter ist Pflicht – muss von außen sichtbar sein.
Die Deckel müssen fest verschlossen und gegen Wind gesichert sein.
Beschriftung mit Namen, gut lesbar und wetterfest.
Die Seuchenfreiheitsbescheinigung auf Basis einer Futterkranzprobe ist bitte nach Anmeldebestätigung / Rechnungsstellung zeitnah als pdf an oie@b-no.de zusenden, notfalls bei Anlieferung vorzulegen.

Anfahrt:
Anlieferung bis 5:00 „Am Hafen“ Freest, 17 740 Kröslin
Abholung der Einheiten ab ca. 10:00 im „Hafen Freest“
Geokoordinaten des Treffpunkts: N: 54°08‘12‘‘    E: 13°43‘46‘‘

Unsere Drohnenlinien unterliegen der Open-Source-Beebreeding-Lizenz (OSB) der Apimondia. Der Züchter der Drohnenlinie hat das Erbgut seiner Königin zu “Gemeingut” erklärt. Imker, die mit ihren Königinnen unsere Belegstellen besuchen, erklären:

  1. das Ihre Königinnen frei von jedwedem anderen Schutzrecht oder Patent sind
  2. diese Königinnen und Nachfahren zukünftig automatisch unter den Schutz der OSB-Lizenz fallen.
  3. Sie bei Weitergabe / Veräußerung der Königin, Drohnen, Maden, Sperma oder anderen Teile von Erbgut den jeweiligen Empfänger / Käufer über den unwiderruflichen OSB-Schutz informieren.

Die Belegstellen-Ordnung des BNO ist einzuhalten. Das Betreten der Belegstellen ist nur in Anwesenheit des Belegstellen-Personals zulässig. Den Anweisungen des Belegstellen-Personals ist Folge zu leisten.

Belegstellenwart:
Sebastian Pahl, Vilmnitzer Weg 5, D-18 581 Lauterbach, Handy: +49 / 174 / 19 505 05, Mail to: oie@b-no.de

Kosten:
Wir erheben für jede Begattungseinheit (jede angelieferte Königin) eine Gebühr in Höhe 18€ zzgl 1€ Züchterumlage.
Mitglieder im BNO erhalten bei Anmeldung mit der gültigen Mitgliedsnummer einen Bonus von 1 €.

Anmeldung:
Eure Anmeldung erfolgt bitte ausschließlich über das Online-Anmelde-Tool. Größere Anmeldeeinheiten ab 50 Stk sind ggf möglich – hier bitte vorab Kontakt mit dem Belegstellenleiter oie@b-no.de aufzunehmen.

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